So dann geht’s hier also los mit meinem ersten Blog.
Wie der Titel meines Blogs verrät, werde ich hier hauptsächlich über mich und Guatemala schreiben. Warum aber?
Kurz gesagt, schreibe ich hier über meinen Zivildienst in Guatemala, der am 28.08.2008 beginnt.
Mein Name ist Tim, ich bin 19 Jahre alt und wohne in einem kleinen Ort zwischen Sinsheim und Heilbronn, ca 80km nördlich von Stuttgart im schönen Baden Württemberg im Süden Deutschlands.
Ungefähr vor einem Jahr habe ich die ersten Briefe vom Kreiswehrersatzamt bekommen. Für mich ist aber schon immer klar gewesen, dass ich keinen Wehrdienst, sondern lieber einen Zivildienst leisten will. Zuerst wollte ich beim DRK beim Rettungsdienst mitfahren (habe da vor Jahren beim Jugendrotkreuz angefangen; Zivildienst beim DRK konnte ich mir gut vorstellen), doch dann habe ich erfahren, dass man seinen Zivildienst auch im Ausland als ADiA (Anderer Dienst im Ausland) ableisten kann. Anfang März ‘07 habe ich bei der Volkshochschule angefangen Spanisch zu lernen, da es mein Ziel war den ADiA im spanischsprachigen Mittel- oder Südamerika abzuleisten. Ende Juli, kurz vor den Sommerferien, hatte ich meinen Musterungstermin in Stuttgart. Dort habe ich gleich gesagt, dass ich verweigern werde. Wieder zuhause habe ich noch die ganzen Unterlagen für die Verweigerung zusammengestellt und als ich von meinem Ferienjob in Ingolstadt wieder zuhause war, lag der Brief mit der Anerkennung schon da. Mit der Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer im Rücken habe ich dann 3 oder 4 Bewerbungen an verschiedene Organisationen in meiner mehr oder weniger näheren Umgebung geschickt, unter anderem an Amntena e.V. In Zeiten des Internets geht das ja alles bequem via Email. Am 1.12. wurde ich zu einem Treffen bei Amntena eingeladen, bei dem mir und noch ein paar anderen Bewerberinnen (waren alles Mädchen außer mir) der Verein und das neue Programm weltwaerts vom BMZ nähergebracht wurde. Nach dem Treffen hatte ich dann drei Tage Zeit um mich für ein Projekt in Guatemala oder eines in Bolivien zu entscheiden. Ich habe mich letztlich für das Projekt in Guatemala – die Radioschule IGER (Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica) – entschieden. In Guatemala gibt es kaum Schulen so wie wir sie kennen. IGER strahlt seinen Unterricht über Rundfunk aus, ähnlich wie es im australischen Outback über Funk läuft. Dazu kommen noch andere Projekte, die IGER unterhält und in denen ich wahrscheinlich auch eingesetzt werde. Was dort genau meine Aufgaben sein werden, weis ich selbst noch nicht genau. Im August hat Amntena erstmalig Freiwillige zum IGER geschickt und ich kann nur aus ihren bisherigen Berichten entnehmen was für Aufgaben dort auf mich warten. Die Aufgaben scheinen aber sehr abwechslungsreich und unterschiedlich zu sein. Mal schauen was ich sonst noch so in den nächsten Monaten alles aus Guatemala hören werde.
Meine Stelle wird durch das BMZ zwar finanziell unterstützt, aber das reicht nicht für alles. Deshalb muss ich mir einen Förderkreis aufbauen, der mich sponsort. Am 3. + 4. Januar ist ein erstes Vorbereitungsseminar in dem es unter anderem um den Aufbau eines Förderkreises geht. Ich bin schon sehr gespannt, wer die anderen Freiwilligen sind, die über Amntena nach Mittel- oder Südamerika gehen. Wenn ihr es also toll findet, was ich da mache, und mich unterstützen wollt, dann erfahrt ihr hier wo und wie man spenden kann. Wenn ihr jemanden kennt (z.B. Kontakt zu einem Unternehmen habt), der mich unterstützen könnte, dann schreibt mir einfach eine Email. Ich anworte umgehend, 100%ig.
Das war’s mal für’s erste. Ich werde euch hier immer über meine Vorbereitungen auf dem Laufenden halten und ab August schreibe ich dann so oft es mir möglich sein wird, wie es mir geht und was ich in Guatemala so erlebe.
Grüße, bis denne
Tim
PS: Wenn ihr Kommentare schreiben wollt, müsst ihr nur die Überschrift vom jeweiligen Blogeintrag anklicken. Am Seitenende könnt ihr dann was schreiben. Freue mich immer sehr darüber!




